Fallbeispiel · Freie Trainerinnen und Trainer

Wer alle führt, übt mit niemandem.

René Wasmund, Trainer und Coach für Geschäftsführer

Aus einem starken Konzept für eine fünftägige Masterclass für Geschäftsführer ist ein durchgebautes Trainingsdesign geworden. Curriculum und Trainingsleitfäden entstanden gemeinsam, nach den sechs Schritten der Emotionalen Didaktik.

Figuren stehen um einen Tisch mit einer Miniatur-Büroszene, daneben ein Flipchart
Symbol Gebäude
Auftraggeber
René Wasmund, Trainer und Coach für Geschäftsführer
Symbol Schild
Feld
Freiberufliche Trainerinnen und Trainer. Eine fünftägige Masterclass für Geschäftsführer
Symbol Kalender
Dauer und Umfang
Rund fünf Monate. Ein Präsenztag, acht Online-Sessions, fünf Module
Symbol Haken
Leistung
Symbol zwei Figuren
Zielgruppe
Symbol Stern
Besonderheit
Kein Modul wurde nachgebessert. Alle fünf Tage sind von Grund auf neu gebaut, mit einem roten Faden vom ersten bis zum letzten Modul.
Ausgangslage

Sie kennen jedes Modell. Geändert hat das nie etwas.

René Wasmund arbeitet eins zu eins mit Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern. Daraus wollte er ein Gruppenformat machen, fünf Tage. Das Konzept dafür stand: klare Ziele je Modul, präzise beschriebene Muster, gute Fragen. Inhaltlich fehlte nichts.

Nur folgte es dem Muster fast aller Seminarkonzepte. Erst der Input, dann die Übung, die ihn bestätigt. Bei Geschäftsführern trägt das nicht weit. Sie können die Modelle referieren und weichen im eigenen Haus trotzdem dem Konflikt aus. Was fehlt, ist nicht Wissen.

Es fehlt der Ort, an dem sie sich selbst dabei zusehen können. Wer ein Unternehmen führt, wird ständig beobachtet und selten gespiegelt. Ehrliche Rückmeldung wird seltener, je höher die Verantwortung reicht. Und einen Raum, in dem eine Fehlentscheidung folgenlos bleibt, gibt es im Alltag nicht. Genau den muss ein Seminar herstellen, sonst bleibt es beim Zuhören.

Dazu kam die Lage jedes Selbstständigen. Wer allein arbeitet, hat niemanden, der von außen auf das eigene Konzept schaut. Genau dafür kam er in die Didaktik Masterclass.

Ein Trainer zeigt auf ein Flipchart, zwei Figuren zerreißen Papier, eine sitzt abseits
Die Frage, die den Unterschied macht
Welche Inhalte muss die Masterclass abdecken?
Was müssen die Geschäftsführer erlebt haben, damit sie danach anders handeln?
Vorgehen

Was wir gemacht haben.

Nicht als Auftrag von außen, sondern nebeneinander. Er brachte das Wissen über Geschäftsführung mit, wir das didaktische Handwerk. Am Ende hält er die Masterclass allein.

1
Der Rahmen an einem Präsenztag
Ein gemeinsamer Tag bei uns im Innovationszentrum. Wie viele Tage, welche Themen, welche Dramaturgie über die gesamte Masterclass. Hier fiel auch die Entscheidung, das Format nicht zu überarbeiten, sondern neu zu bauen.
2
Analyse der Konzepte
Die Substanz war da. Was fehlte, war die Reihenfolge, in der aus Inhalt eine Erfahrung wird. In der Emotionalen Didaktik steht die Theorie nicht am Anfang, sondern an fünfter Stelle. Sie beantwortet dann eine Lücke, die die Gruppe vorher selbst gespürt hat. Ohne diese Lücke ist Theorie beliebig, sie wird konsumiert statt gesucht.
3
Curriculum für fünf Tage
Haltung und Selbstführung, wirksam führen, Kommunikation, Strategie, Veränderung. Die Themen blieben. Jeder Tag folgt jetzt den sechs Schritten: Vorbereiten, Öffnen, Erleben, Reflektieren, Verstehen, Übertragen. Der Stärkenscanner® steht am ersten Morgen und wird am letzten Nachmittag wieder aufgegriffen. So wird aus fünf Einzeltagen ein Weg.
4
Trainingsleitfäden über fünf Monate
Modul für Modul, in acht Online-Sessions, dazwischen über Telefon und Kurznachrichten. Jeder Tag ist auf die Minute durchgeplant, mit Blöcken, Methoden, Materialien und Trainerhinweisen. Kein Ablaufplan, sondern ein Leitfaden, der die Durchführung trägt.
Ergebnis

Die Theorie steht jetzt hinten.

Das Fachwissen ist unverändert seins. Verändert hat sich die Reihenfolge, in der es im Raum passiert. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Masterclass, aus der die Teilnehmer mit vollen Notizblöcken herausgehen, und einer, nach der sie im eigenen Unternehmen etwas anders machen.

Eine Gruppe sitzt vor einer Pinnwand, am Boden liegen Karten mit Symbolen
Zitat-Symbol: Anführungszeichen in Sprechblase
„Mein Konzept stand. Fünf Tage, jedes Thema durchdacht, jede Frage vorbereitet. Was mir gefehlt hat, war die Reihenfolge, in der aus Inhalt eine Erfahrung wird. Geschäftsführer kennen die Modelle. Sie brauchen keinen weiteren Vortrag, sondern einen Raum, in dem sie sich selbst dabei zusehen können, wie sie führen. Genau den haben wir gebaut. Heute steht die Theorie dort, wo sie eine Frage beantwortet, die vorher im Raum entstanden ist. Das ist ein anderes Format geworden, als ich es allein gebaut hätte.“

René Wasmund

Trainer und Coach für Geschäftsführer
Weitere Referenz im selben Feld

Kleineres Format. Gleiches Vorgehen.

Petra Blank, Führungskräfteentwicklung in Autohäusern

Petra Blank entwickelt Führungskräfte in Autohäusern. Nicht in einem, sondern in vielen. Ihre Lerngäste sind Werkstattmeister, Verkaufsleiterinnen und Serviceleiter, die selten aus dem Tagesgeschäft herauskommen und dann zwei Tage Zeit haben. Genau diese zwei Tage sollten wirken.

Die Aufgabe war kleiner als bei René Wasmund und dadurch schärfer. Kein Fünf-Tage-Weg, sondern zwei Tage, in denen die Reihenfolge über alles entscheidet. Wer in dieser Zeit erst erklärt und dann üben lässt, verliert den zweiten Tag ans Zuhören.

An einem gemeinsamen Tag haben wir beide Trainingstage geplant, nach denselben sechs Schritten. Das Lernprojekt kommt vor der Theorie, die Auswertung vor der Erklärung. Die Theorie beantwortet dann eine Frage, die im Raum bereits entstanden ist.

Das Ergebnis zeigt sich nicht im Seminarraum, sondern danach. Die Inhalte kommen im Betrieb an und werden dort angewendet. Genau darauf ist die Emotionale Didaktik ausgelegt: Der Transfer ist Teil der Dramaturgie und nicht die letzte halbe Stunde am Freitagnachmittag.

Thema
Führungskräfteentwicklung in Autohäusern
Laufzeit
Zwei Monate
Umfang
Ein Planungstag für zwei Trainingstage
Leistung
Konzeption und Trainingsdesign
Methode
Emotionale Didaktik, erfahrungsorientiertes Lernen
Ergebnis
Läuft im Einsatz
Häufige Fragen

Was uns Selbstständige fragen.

Die ersten vier Fragen kommen von Trainerinnen, Trainern und Beratern, die allein arbeiten. Die letzten drei stellt uns fast jeder.

Fragen von Selbstständigen
Fragen zur Zusammenarbeit

Du willst dein eigenes Format bauen?

Beschreib uns, was du vorhast und woran es hakt. Wir sagen dir, wo wir ansetzen würden und ob sich der Aufwand lohnt. Auch wenn die Antwort nein lautet.

30 Minuten, direkt mit Michael Kobbeloer. Kein Vertrieb, kein Callcenter.