Die Hälfte der Gruppe trug Augenbinden.
Condor Flugdienst
Eine zweitägige interne Train-the-Trainer-Schulung zur Kommunikation zwischen Cockpit und Cabin Crew. Die Trainerinnen und Trainer sollten nicht über Zusammenarbeit sprechen, sondern erleben, was fehlt, wenn der andere nichts sieht.
- Konzeption der beiden Tage
- Lernprojekte mit maßgeschneiderter Isomorphie
- Durchführung und Auswertung
- Übergabe der Methodik an das Trainerteam
- Die internen Trainerinnen und Trainer
- Sie sind zugleich Pilotinnen, Piloten und Flugbegleitende
- Mittelbar die Crews, die diese Trainings durchlaufen
Über Kommunikation reden alle. Geändert hat das selten etwas.
Ein Flug ist Zusammenarbeit zwischen zwei Bereichen, die sich währenddessen nicht sehen können. Was in der Kabine passiert, bekommt das Cockpit nicht mit, und umgekehrt. Verbunden sind beide fast nur über Sprache. Genau deshalb wird in der Luftfahrt so viel in Kommunikation investiert wie in kaum einer anderen Branche.
Condor bildet intern aus, und das mit einer Besonderheit: Die Trainerinnen und Trainer sind selbst Pilotinnen, Piloten und Flugbegleitende. Sie kennen beide Seiten aus eigener Erfahrung. Was sie in ihre Trainings mitbringen, ist Glaubwürdigkeit, die kein externer Anbieter erzeugen kann.
Die Schwierigkeit liegt woanders. Über gute Zusammenarbeit lässt sich hervorragend sprechen, und alle im Raum wissen vorher, welche Antwort erwartet wird. Ein Seminar über Kommunikation erzeugt zuverlässig Zustimmung und selten Veränderung. Was fehlt, ist nicht die Einsicht, sondern die Erfahrung.
Deshalb ging es in dieser Schulung nicht um Inhalte, sondern um Werkzeuge. Das Trainerteam sollte Lernprojekte kennenlernen, in denen die eigene Arbeitswirklichkeit im Raum nachgebaut wird, und diese Werkzeuge anschließend selbst einsetzen können.
Was wir gemacht haben.
Zwei Tage, in denen dasselbe Team zweimal im Raum saß: als Crew und als Trainerteam. Diese Doppelperspektive war kein Nebeneffekt, sie war der Auftrag.
Erst Teilnehmer. Dann Trainer.
- Die Lücke zwischen dem, was die eine Seite gab, und dem, was die andere brauchte, war nicht mehr bestreitbar. Sie stand als zwei Listen nebeneinander.
- Aus einem Thema, über das man diskutiert, wurde eine Erfahrung, an die man sich erinnert.
- Das Trainerteam hat die Werkzeuge nicht erklärt bekommen, sondern durchlaufen. Wer eine Methode selbst erlebt hat, setzt sie anders ein.
- Die Doppelperspektive hat beides zugleich geliefert: die Einsicht als Crew und das Handwerk als Trainer.
- Die Lernprojekte konnten anschließend mit eigener Isomorphie in die internen Trainings übernommen werden.
- Aus der Zusammenarbeit ist eine dauerhafte geworden. Annette Schmidt ist heute Lehrtrainerin in unserem Team.
Kommunikation lässt sich nicht vermitteln, nur erfahren. Jede Crew weiß, dass klare Absprachen wichtig sind. Was niemand weiß, bevor er es erlebt hat: wie unvollständig die eigene Beschreibung einer Lage ist, wenn der andere nichts sieht. Genau diese Lücke macht ein Lernprojekt sichtbar, und zwar in zwölf Minuten und ohne dass jemand belehrt wird.
Annette Schmidt
Hier hat alles angefangen.
WMF stellt Produkte her, die sich über Qualität verkaufen. Material, Verarbeitung, Konstruktion, Langlebigkeit. Das sind Argumente, die im Gespräch am Verkaufstisch ankommen müssen, sonst steht am Ende nur ein Preis im Raum. Die Fachberaterinnen und Fachberater sollten diese Fakten nicht nur kennen, sondern in der Beratung anwenden können.
Die Anfrage kam nicht von der Geschäftsführung, sondern vom internen Trainerteam. Es suchte nach neuen, kreativen Methoden, damit Produktwissen im Kopf bleibt und im Kundengespräch abrufbar ist. Wer Schulungen zu Produkten kennt, weiß, wie schnell sie zur Aufzählung von Merkmalen werden.
Über rund drei Monate ist daraus eine Sammlung von Methoden entstanden, erprobt an drei gemeinsamen Tagen. Nicht Methoden an sich, sondern solche, die zu Produktwissen passen: Wie macht man einen Materialunterschied erfahrbar? Wie merkt sich jemand eine Konstruktionsweise so, dass er sie einem Kunden erklären kann?
Aus dieser Arbeit ist unser Methodenfeuerwerk entstanden. Was heute als offenes Seminar buchbar ist und in Akademien, Banken und Kliniken zum Einsatz kommt, hat seinen Ursprung in der Frage, wie man Fachberatung im Handel besser ausbildet.
Zwei Wege weiter.
Zum Methodenfeuerwerk
Zum Trainingsdesign
Was uns Konzerne fragen.
Die ersten vier Fragen kommen aus Unternehmen mit eigenen Trainingsabteilungen. Die letzten drei stellt uns fast jeder.
Deine Frage ist nicht dabei? Schreib uns oder buch dir ein kostenloses Erstgespräch.
Gerade dort. In sicherheitskritischen Bereichen ist der Anspruch an Kommunikation am höchsten, und genau deshalb reicht Wissen nicht. Ein Lernprojekt ist keine Spielerei, sondern ein kontrollierter Rahmen, in dem ein Fehler folgenlos bleibt und trotzdem sichtbar wird. Ausgewertet wird ernsthaft, das ist der Teil, an dem gelernt wird.
Nein, und das ist der Punkt. Wir kommen nicht, um eure Trainings zu übernehmen, sondern um eurem Team Werkzeuge zu geben, die es danach allein einsetzt. Bei Condor waren die Trainerinnen und Trainer selbst fliegendes Personal. Diese Glaubwürdigkeit kann niemand von außen ersetzen.
Deshalb bauen wir Formate, die in die vorhandenen Zeitfenster passen, und keine, die den Betrieb umstellen. Zwei zusammenhängende Tage sind oft realistischer als sechs verteilte Halbtage. Was in dieser Zeit möglich ist, klären wir vorher ehrlich, statt ein Programm zu versprechen, das die Planung nicht hergibt.
Isomorphie heißt, dass die Elemente einer Übung den Elementen im echten Arbeitsalltag entsprechen. Bei Condor waren die Klötze die Teilbereiche eines Flugs und die Schnüre der Handlungsrahmen. Ohne diese Entsprechung bleibt eine Übung ein Spiel, über das man am Abend lacht. Mit ihr wird sie zur Erfahrung, an die man sich im Dienst erinnert.
Das hängt vom Umfang ab. Zwei Trainingstage für ein Trainerteam sind schnell umsetzbar, die Vorbereitung braucht Vorlauf. Ein ganzes Curriculum dauert Monate. Im Erstgespräch sagen wir dir, in welchem Rahmen sich dein Vorhaben bewegt.
Ein Teil geht. Bei Condor ging es um zwei Tage, nicht um die gesamte Trainingslandschaft. Das ist oft der beste Einstieg, weil sich der Unterschied im direkten Vergleich zeigt.
Was wir entwickeln, gehört euch. Eure Trainerinnen und Trainer setzen die Werkzeuge weiter ein, passen sie an und geben sie intern weiter. Genau darauf ist die Zusammenarbeit angelegt.
Ihr redet über Zusammenarbeit und wollt, dass sich etwas ändert?
30 Minuten, direkt mit Michael Kobbeloer. Kein Vertrieb, kein Callcenter.


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