Erst selbst lernen. Dann anders unterrichten.
Klinikum Bad Hersfeld, Institut für Gesundheitsberufe
Zwei Jahre Emotionale Didaktik für das Lehrkräfteteam. Nicht als Fortbildung nebenbei, sondern als schrittweiser Umbau dessen, was im Haus unter Lernen verstanden wird.
- Toolworkshop erfahrungsorientiertes Lernen
- Methodenfeuerwerk
- Visualisierung für den Unterricht
- Teamentwicklung mit LEGO® SERIOUS PLAY®
- Konzeption und Planung je Baustein
- Lehrkräfte des Instituts, aus der Pflegepraxis kommend
- Die Institutsleitung
- Mittelbar die Auszubildenden in Pflege und Gesundheitsberufen
Sie wollten nicht besser unterrichten. Sie wollten Lernen neu denken.
Das Institut für Gesundheitsberufe bildet im eigenen Haus aus. Die Lehrkräfte kommen aus der Praxis: erfahrene Fachkräfte mit pädagogischer Zusatzqualifikation, die wissen, wovon sie sprechen, weil sie es selbst gemacht haben. Fachlich fehlte nichts.
Der Anstoß kam trotzdem, und zwar ohne Not. Das Institut wollte neue Impulse und war bereit, Didaktik grundsätzlich neu zu denken. Dahinter stand eine Einsicht, die in der Pflege selten so klar ausgesprochen wird: Gutes Personal gewinnt man nicht nur über Stellenanzeigen, sondern auch darüber, wie sich eine Ausbildung anfühlt. Wer gern gelernt hat, bleibt eher.
Dafür musste sich verschieben, was im Haus unter Lernen verstanden wird. Solange Lernen Wissensvermittlung bedeutet, ändert sich an einem Unterricht nichts Grundsätzliches, egal wie gut die Folien werden. Es ging also nicht um bessere Vermittlung, sondern um einen anderen Begriff von Lernen.
Und noch etwas war klar: Eine Lehrkraft ändert ihren Unterricht nicht auf Ansage. Sie muss selbst erlebt haben, dass es anders geht, und zwar in der Rolle der Lernenden. Deshalb wurde daraus kein Vortrag über neue Didaktik, sondern ein Weg über zwei Jahre.
Vier Bausteine über zwei Jahre.
Nicht als Block am Stück, sondern mit Abstand dazwischen. Zwischen den Bausteinen liegt der Alltag, in dem das Neue ausprobiert wird. Was dort trägt, bleibt. Was nicht trägt, kommt beim nächsten Mal auf den Tisch.
Am Montag lag es schon im Klassenraum.
- Die neuen Methoden wurden nicht irgendwann eingeführt, sondern unmittelbar nach den Trainingstagen im eigenen Unterricht ausprobiert.
- Der Unterricht hat sich dauerhaft verändert. Es blieb nicht bei einzelnen Übungen, sondern beim Aufbau ganzer Einheiten.
- Die Auszubildenden lernen anders. Inhalte bleiben besser haften und lassen sich leichter in den Stationsalltag übertragen.
- Aus einzelnen Lehrkräften mit eigenen Vorlieben ist ein Team mit gemeinsamer Sprache über Lernen geworden.
- Aus einem Baustein wurden vier über zwei Jahre. Die Verlängerung kam jedes Mal aus dem Haus.
- Das Institut hat einen Weg gefunden, sich als Ausbildungsort zu unterscheiden. In der Pflege ist das ein Argument im Wettbewerb um Menschen.
Der schnellste Beleg für Wirkung ist nicht der Feedbackbogen. Es ist der Montag danach. Wenn Kolleginnen und Kollegen ohne Absprache anfangen, das Neue auszuprobieren, hat ein Training nicht überzeugt, sondern etwas ausgelöst. Genau das ist in Bad Hersfeld nach jedem Baustein passiert, und genau deshalb wurden aus zwei Tagen zwei Jahre.
Clemens Philipp
Zwei Tage. Gleiche Frage.
An der Akademie für Gesundheit der Main-Kinzig-Kliniken lief dieselbe Frage in kürzerer Form: zwei Tage mit dem Lehrkräfteteam einer Pflegeschule, unter dem Titel Lernvitamin Emotion für meinen Klassenraum. Es ging um die Bedeutung von Emotionen für gelingende Lernprozesse, um das Klima im Klassenraum und um die Frage, welche Wertehaltung Lehrende eigentlich mitbringen.
Eine Übung von diesen zwei Tagen erklärt das Prinzip besser als jede Beschreibung. Zwei Gruppen bekommen dieselbe Aufgabe, etwas zu bauen, das fliegt. Die eine arbeitet nach einer festen schriftlichen Anleitung, die andere völlig frei mit allem, was auf dem Tisch liegt. Beide Gruppen halten anschließend fest, wie sie sich dabei gefühlt haben und welche Fähigkeiten sie gebraucht haben. Danach stehen zwei Wände nebeneinander, und der Unterschied ist nicht mehr zu bestreiten. Über Kompetenzorientierung muss danach niemand mehr diskutieren.
Der zweite Tag ging vom Klassenraum in die Haltung: lösungsorientierte Sprache, der Umgang mit Beschämung, und die Frage, was ein Lernteam braucht, um sich sicher zu fühlen. Psychologische Sicherheit ist kein weiches Thema, sie ist die Bedingung dafür, dass jemand im Unterricht überhaupt etwas riskiert.
Warum zwei Tage hier reichten und in Bad Hersfeld zwei Jahre nötig waren: Es ist ein Unterschied, ob ein Team neue Methoden kennenlernen will oder ob eine ganze Einrichtung ihren Begriff von Lernen verändern soll. Beides ist ein sinnvoller Auftrag. Man sollte nur nicht das eine buchen und das andere erwarten.
Zwei Wege weiter.
Zum Methodenfeuerwerk
Zur Exzellenz-Ausbildung
Was uns Ausbildungsstätten fragen.
Die ersten vier Fragen kommen aus Kliniken, Schulen und anderen Ausbildungsstätten im Gesundheitswesen. Die letzten drei stellt uns fast jeder.
Deine Frage ist nicht dabei? Schreib uns oder buch dir ein kostenloses Erstgespräch.
Nein, das ist der Normalfall und zugleich der größte Vorteil. Wer selbst am Bett gestanden hat, hat eine Glaubwürdigkeit, die kein externer Dozent mitbringt. Didaktisches Handwerk lässt sich lernen, Praxiserfahrung nicht nachholen. Wir arbeiten deshalb mit dem Team, das da ist, und ersetzen es nicht.
Ja. Die Vorgabe legt fest, welche Kompetenzen erreicht und nachgewiesen werden müssen. Sie legt nicht fest, auf welchem Weg. Genau dort liegt der Unterschied zwischen einer Ausbildung, die geprüft wird, und einer, die auf Station trägt. Der Nachweis bleibt unberührt.
Deshalb arbeiten wir in Bausteinen und nicht in Blöcken. Zwei Tage, dann Abstand, dann der nächste Schritt. Das passt in einen Schuljahresrhythmus, und es hat einen zweiten Vorteil: In der Zwischenzeit wird ausprobiert, und beim nächsten Termin kommt echte Erfahrung auf den Tisch statt Absichtserklärungen.
Wir versprechen keine Kennzahl, die wir nicht messen können. Was sich beobachten lässt: Auszubildende sprechen über ihre Ausbildung, in der Klasse, auf Station und außerhalb. Wie eine Ausbildung sich anfühlt, spricht sich herum, im Guten wie im Schlechten. In Bad Hersfeld war genau das der Anstoß für die Zusammenarbeit.
Das hängt davon ab, was ihr wollt. Ein einzelner Baustein sind zwei Tage. Der Umbau dessen, was im Haus unter Lernen verstanden wird, dauert länger, in Bad Hersfeld waren es zwei Jahre. Im Erstgespräch sagen wir dir, welche Größe zu deinem Ziel passt.
Nein, und wir würden davon abraten. In Bad Hersfeld war jeder Baustein eine eigene Entscheidung. Fangt mit einem an und entscheidet danach. Wenn nichts passiert, war es ein guter Tag und ihr habt nichts verloren. Wenn etwas passiert, merkt ihr es innerhalb einer Woche.
Nichts, und das ist so gewollt. Die Methoden gehören dann eurem Team, die Materialien liegen im Haus, und der Unterricht läuft ohne uns weiter. Genau darauf ist die Zusammenarbeit angelegt.
Ihr bildet aus und wollt, dass es hängen bleibt?
30 Minuten, direkt mit Michael Kobbeloer. Kein Vertrieb, kein Callcenter.


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Methodenfeuerwerk Führung
Methodenfeuerwerk Meeting
Didaktik Masterclass
Exzellenz-Ausbildung









